Der Getreidemythos

Obwohl Pferde sich als Grasfresser entwickelt haben, werden Leistungspferde häufig mit großen Mengen stärkehaltiger Kraftfutter (Hafer, Gerste, Mais) gefüttert. Es gibt sehr wenig wissenschaftliche Beweise dafür, dass diese Diäten die Leistung fördern. In der Tat ist es bekannt, dass Futterrationen basierend auf großen Mengen Kraftfutter viele Probleme verursachen können: Probleme im Verdauungssystem (u.a. Magengeschwüre, Fehlgärungen) Verhaltensstörungen, Stoffwechselstörungen (Fettleibigkeit, EMS, Chushing), aber auch Probleme mit Muskeln, Gelenken und Bändern. Dies ist nicht verwunderlich, da eine Fütterung mit viel Getreide vergleichbar ist mit einer Diät beim Menschen, hauptsächlich basierend auf Süßigkeiten, Kuchen und Gebäck. Wenn ein Mensch sich so ernährt wird sicher nicht die Leistung gefördert, sondern eher Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herzinsuffizienz und Schlaganfall verursacht, um nur einige zu nennen.

Eine gesunde Ernährung beginnt von unten in der Pyramide. Stellen sie sicher, dass ihr Pferd genügend Wasser zur Verfügung steht, die ganze Zeit! Die Grundlage der Fütterung muss Heu, Heulage und/oder Gras auf der Weide sein. Immer versuchen, das Grundfutter aus verschiedenen Arten von Gräsern zusammenzusetzen (es stehen mehr als 10’000 Arten zur Verfügung, langweilig wird es also nicht). Sie können Getreide zum Futter hinzufügen, da es bei Pferden, die schlecht fressen, wegen seiner Schmackhaftigkeit den Appetit etwas steigern kann. Es sollte aber nie den Hauptteil der Fütterung ausmachen.